Die ursprünglich auf einer Seite zusammengestellte Liste meiner Fotoausrüstungsteile ist immer länger geworden. Daher habe ich das Ganze jetzt in folgende 5 Gruppen eingeteilt (Bitte anklicken!):
| > Sucherkameras | > Canon FD | > Canon EOS | > Mittelformat | > Fotolabor |
Meine analogen Ausrüstungsteile sind (abgesehen von der EOS-Serie) mindestens 20 Jahre alt. Bei diesem Alter sind schon gelegentliche Wartungsarbeiten nötig.
Vor alter Feinmechanik habe ich jeden erdenklichen Respekt. Auf der anderen Seite: Es ist auch nur Mechanik. Mit entsprechendem Werkzeug, etwas Geschick und wahrscheinlich auch viel Glück habe ich in letzter Zeit erfolgreich einige meiner alten Stücke aufgeschraubt und repariert, z.B.:
- Erneuerung der Lichtdichtungen und Spiegelanschlagdämpfer (nach 20 Jahren ist der verwendete Schaumgummi zu einer klebrigen schwarzen Paste geschrumpft)
- ein Tröpfchen Öl auf die Spiegelbremse (Standardproblem aller Canon A-Kameras: quietschendes Auslösegeräusch, auch bekannt als Canon-Keuchhusten)
- Entfetten der festgeklebten Blendenlamellen bei Zeiss-Jena-Objektiven
- Justieren des Mischbildentfernungsmessers bei der Revue 400SE
Lediglich ein ukrainisches 2,8/80mm Volna-3 habe ich nach erfolgreicher Entfettung der Blendenlamellen dann doch noch vermurkst. Seitdem bin ich auf der Suche nach einem passenden Mini-Federchen für dieses ansonsten recht gute Objektiv.
Ein weiteres Problemchen waren die früher weit verbreiteten Quecksilberknopfzellen (1,35V), die heute nicht mehr erhältlich sind. Aber dafür gibt es gleich mehrere Alternativen, → siehe hier.
Meine Wunschliste:
Ich bin ziemlich komplett ausgestattet und mit noch mehr Ausrüstung mache ich sicher keine besseren Bilder. Für einen Einstieg in die digitale Fotografie gibt es noch lange keinen Grund, der einer ernsthaften Überprüfung standhält! Zu Urlaubsdias in Farbe sehe ich weit und breit keine digitale Alternative und eingescannte Kleinbild-Negative für Großlaborabzüge sind billig und fast so gut wie die digitale Profiklasse. Infolge meines GAS-Leidens (Gear Acquisition Syndrome) bin ich trotzdem wieder schwach geworden und habe mir nach langem Zaudern eine EOS 30D geleistet, nachdem im Sommer 2007 klar war, dass das Nachfolgemodell kein zusätzliches Merkmal hat, das ich unbedingt brauche. Dafür gab’s die 30D zum Schlussverkaufspreis. Nach 3 Jahren betrug der Marktwert noch 1/3, nach 4 Jahren noch etwa 1/4 des Kaufpreises, usw.
Diese DSLR kann keinesfalls meine bisherige Ausrüstung ersetzen, sondern ist nur eine gelegentlich benutzte Ergänzung. Ein PC ist nun mal kein Ersatz für mein Fotolaborhobby, auf das ich nicht verzichten möchte. Der Zeitaufwand für ein gutes(!) digitales Bild ist auch nicht nennenswert geringer als auf analogem Weg. Diese bisherige Vermutung hat sich nach den ersten Erfahrungen mit der Digitalen bestätigt. Der Reiz des Neuen ist daher schon längst wieder abgeflaut, und die analogen Kameras sind mir immer noch lieber. Wenn ich einen Spur Orthopan UR in meine alte Canon einlege, habe ich zumindest theoretisch 140 Megapixel. Soviel braucht weltweit kein Hobbyfotograf, mal abgesehen von den technikverliebten Pixelzählern.
Und vor allem gibt es mit den anfallenden Gigabytes massive Archivierungsprobleme!
Was haben meine Kinder davon, wenn sie in 20 Jahren eine CD/DVD/BlueRayDisk/etc.
auf dem Dachboden finden, auf der draufsteht Urlaub 2010
?
Die taugt bestenfalls noch für einen Frisbee-Wurfversuch.
Aber von meinen ersten, uralten Negativen kann ich
immer noch einwandfreie Abzüge machen!
Digitale Kompakt-Kameras sind für meine Ansprüche an die Bildqualität indiskutabel. Gut brauchbare digitale Kameras gibt es dennoch schon deutlich unter 1000 €. Neben der überflüssigen Ausstattung mit -zig Automatikfunktionen haben die aktuellsten Spiegelreflex-Modelle endlich auch bei der Dynamik bzw. dem Belichtungsspielraum mit Film gleichgezogen und Pixel habe sie ohnehin mehr als genug. Worauf ich eigentlich warte, ist eine hemdentaschentaugliche Digiknipse mit einem ohne Einschränkungen nutzbaren Brennweitenbereich von 24-80mm (entsprechend KB). D.h. ich erwarte eine Bildqualität, die mit guten, aktuellen SLR-Zooms mithalten kann. Ich fürchte, das wird noch eine Weile dauern. Und das ist dann immer noch nicht mehr als eine gute Urlaubsknipse, mit der es aus physikalischen Gründen nie gelingen kann, ein Motiv mit selektiver Schärfe freizustellen. Das ist im wahrsten Sinne eine Frage des Formats. Also werde ich, solange es Film gibt, noch mit meinen alten Kameras und mit SW-Film fotografieren. Es macht Spaß, ich erhalte Ergebnisse, wie ich sie mir vorstelle und alles was man dazu braucht, gibt es in großer Auswahl und spottbillig auf dem Gebrauchtmarkt.